Solo | mit Martin

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Innerhalb unseres kleinen Formats, in welchem sich nach und nach alle Ensemble-Mitglieder vorstellen, ist heute Martin Schmidt im Fokus. Er ist seit 2018 Mitglied im Ensemble Felix.

 

Lieber Martin, die Programme im Ensemble Felix speisen sich ja vorrangig aus zwei großen Quellen: Der klassischen Männerchorliteratur einerseits und der geistlichen Chormusik auf der anderen Seite und das ganze wiederum in vielen verschiedenen Stilen. Kannst du uns sagen, wofür dein Herz besonders schlägt?

Das ist natürlich eine schwierige Frage, bei der die Entscheidung schwer fällt, denn das Herz schlägt irgendwie bei allen verschiedenen Stilen schneller. Aber am schnellsten schlägt es bei alten Werken von z.B. Heinrich Schütz. Aber auch bei den großen Romantikern kann ich immer wieder viele Emotionen reingeben. Etwas zögerlichen Zugang finde ich bei Stücken aus der Zeit von Hugo Distler. Jedoch weiß ich mittlerweile aus Erfahrung, dass bei diesen ein etwas längerer Probenweg umso mehr mit einem ganz tollen Klangerlebnis für Sänger und Hörer belohnt wird.

Welche Musik spricht dich über Ensemble Felix hinaus an?

Da bin ich eher etwas altmodisch, denn lange Jahre haben mich die Klassiker aus der Rockmusik, wie z.B. Queen, Led Zeppelin, Police usw. begleitet. Aber das Spektrum hat sich dann etwas erweitert.

Die Musikauswahl daheim ist manchmal durch diverse Kinderhörspiele in der Wohnstube etwas eingeschränkt und somit kenne ich mich in den aktuellen Musikrichtungen oder -gruppierungen nicht sonderlich gut aus. (Techno oder ähnliche Elektronische Musik sowie Rap oder HipHop sollte es nicht sein.)

Wie jedes EF-Mitglied warst du auch Teil der Jugendkantorei des Wurzener Domes. Gibt es etwas, was du von dort spürbar mitgenommen hast und was dich geprägt hat?

Ja, auf alle Fälle. Neben der tollen Musik hat mich das unübertroffene Gemeinschaftsgefühl dieser einmaligen Jahre beeindruckt und geprägt. Das können wir ja auch momentan und hoffentlich noch lange Zeit bei Ensemble Felix weitertragen.

Was ist dir am Ensemble Felix besonders wichtig oder wertvoll?

Wie auch bei der vorhergehenden Fragen: das Gemeinschafts- bzw. Wir-Gefühl. Egal ob vorher zu viert oder jetzt zu fünft, es fühlt sich wie eine kompakte Einheit an, wenn wir unterwegs sind oder uns zum Proben oder auch zu gemeinsamen Anlässen mit unseren Familien treffen. Die Atmosphäre bei den Proben ist für mich sehr angenehm, sozusagen „frisch und fröhlich“, aber dennoch konzentriert, sodass ich für mich selber erstaunt bin, wenn auch schwierige Kompositionen auf einmal einfach nur toll klingen.

Wo siehst du dich und das Ensemble in fünf Jahren?

Ich persönlich hoffe, dass es mir weiterhin nicht so schwer fällt, mich in komplexere Stücke einzufinden (v.a. wenn bei meiner Stimme seit einiger Zeit immer mal wieder dieser verflixte Bass-Schlüssel davorsteht). Wenn ich zurückblicke, denke ich, dass ich mich dort schon weiter entwickelt habe. Ich hoffe natürlich, dass dieser Trend weiter anhält.

Ensembletechnisch werde ich mich freuen, wenn wir dann immer noch mit der gleichen Begeisterung und aber auch Leichtigkeit und Frische zusammen musizieren.

Nun ganz kurz: Rotwein oder Weißwein?

Eher Weißwein als Rotwein, jedoch lieber nicht ganz so herb (ich bin kein Weinexperte).

Elektro- oder Dieselantrieb?

Eher die Muskelkraft. Ich erledige die Wege im Alltag gerne mit dem Fahrrad, wenn es die Entfernungen zulassen.

Kino oder Sofa?

Sofa. Vielleicht kommt nun auch wieder die Zeit, wo die Kinder größer werden, dass man auch mal wieder öfter als Ehepaar abends weg (z.B. ins Kino) gehen kann – oder eben in Familie.

Das Fahrrad oder die Wanderschuhe?

Am besten beides. Mann kann z.B. Wanderschuhe in die Fahrradtasche packen… Aber leichtes Plus bei den Wanderschuhen.

Letzte Frage: Die Berge oder das Meer?

Berge!!! (Mit Bergsee)

Vielen Dank für die interessanten Einblicke!

 

ac (10/22)