Solo | mit Jakob

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Weiter gehts mit unserem kleinen Format, in welchem sich nach und nach alle Ensemble-Mitglieder vorstellen. Jakob Döring ist seit 2020 festes Mitglied bei Ensemble Felix.

 

Lieber Jakob, die Programme im Ensemble Felix speisen sich ja vorrangig aus zwei großen Quellen: Der klassischen Männerchorliteratur einerseits und der geistlichen Chormusik auf der anderen Seite und das ganze wiederum in vielen verschiedenen Stilen. Kannst du uns sagen, wofür dein Herz besonders schlägt?

Durch die Jugendkantorei und vorher bereits andere Chöre komme ich natürlich aus dem Bereich der geistlichen Chormusik. Dabei gefällt mir die Musik fast aller Stile. Hervorhebenswert finde ich aber tatsächlich die ganz alte Musik eines Josquin Desprez und die Versuche im 20. Jahrhundert daran anzuknüpfen – und dies rhythmisch bewegt von Distler bis zum Spiritual.

Welche Musik spricht dich über Ensemble Felix hinaus an?

Neben Ensemble Felix bin ich noch in weiteren Chören aktiv, musiziere auch mal solistisch oder nehme, wenn es die Zeit zulässt, meine Posaune in die Hand. Wenn ich selber nicht Musik mache, läuft meist ein wilder Mix aus Orchesterwerken von Schostakowitsch, Musik von Kraftwerk, OMD und Rock wie Muse oder Hip-Hop von Jan Delay. Also es gibt fast kein Genre, was nicht Platz auf meinem Handy und in meinen Ohren hat.

Wie jedes EF-Mitglied warst du auch Teil der Jugendkantorei des Wurzener Domes. Gibt es etwas, was du von dort spürbar mitgenommen hat und was dich geprägt hat?

Neben der tollen Gemeinschaft, die wohl die meisten Chöre ausmacht, faszinieren mich immer wieder die Vertonungen geistlicher Texte. Es ist schon erstaunlich, wie oft nach dem Konzert Menschen zu uns kommen und uns sagen, wie sehr gerade diese Musik sie berührt und angesprochen hat.

Was ist dir am Ensemble Felix besonders wichtig oder wertvoll?

Als ich angefragt wurde, ob ich Teil des Ensembles werden wolle, fand ich die Vorstellung, in so einer kleinen Besetzung zu singen, doch sehr herausfordernd. 2020 fielen dann ersten Proben gleich der Pandemie zum Opfer. Aber im Verlauf zahlte sich unsere Größe – oder besser Kleinheit – gleich aus: Wir konnten so doch viel schneller wieder arbeiten, als es den großen Chören möglich gewesen ist. Und so wurde das Ensemble in all den Einschränkungen der Pandemie zu einer Art musikalischer, aber auch freundschaftlicher Heimat. Es hat sehr gutgetan, sich gemeinsam zu treffen, von Gott und der Welt zu singen und die Gemeinschaft zu genießen.

Wo siehst du dich und das Ensemble in fünf Jahren?

Auch wenn keiner weiß, was in einigen Jahren sein wird, hoffe ich, dass wir in dieser tollen Besetzung noch einige Zeit gemeinsam singen können und uns einzeln und als Gruppe noch ein gutes Stück weiterentwickeln.

Nun ganz kurz: Rotwein oder Weißwein?

Da bin ich ganz Lokalpatriot: Ein schöner trockener Weißwein von den Elbhängen.

Elektro- oder Dieselantrieb?

Elektroantrieb aber mit mehreren tausend PS auf der Schiene als Mitfahrer!

Kino oder Sofa?

Fußballplatz, da gibt es mehr Theater als Bildschirm oder Leinwand zusammen bieten könnten.

Das Fahrrad oder die Wanderschuhe?

Einfache Antwort: Ja! Aber wenn ich mich entscheiden müsste, dann wären die Schuhe eine Kaffeebohne weiter vorne.

Letzte Frage: Die Berge oder das Meer?

Erzgebirgskamm oder gerne noch höher.

Vielen Dank für die interessanten Einblicke!

 

ac (06/22)