Gruß zum Jahreswechsel auf youtube

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Seit langem schon gab es wohl keine Jahreswende mehr, bei welcher in ähnlicher Intensität wie aktuell das „hoffentlich bessere“ nächste Jahr beschworen wurde. Aber ist es nicht so, dass jedes Jahr Tränen und Rosen, Schmerz und Lust, Freuden und Leiden bereithält und nur die Verteilung unterschiedlich ist? Wahr ist aber auch, dass uns das Jahr 2020 stark in Erinnerung bleiben wird, weil wir eben von einem Ereignis heimgesucht wurden, von dem jeder in irgendeiner Weise betroffen war. Und in diesem Sinne ist es auch absolut berechtigt, dass wir diese und jede Jahreswende in der Hoffnung begehen, dass sich Dinge, die schwierig waren, bessern und dass Dinge, die gut gelaufen sind, weiter gutgehen. Neben dem Text von Johann Peter Hebel hat uns auch die Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy wieder einmal bewegt und mit diesem Video laden wir ein, es uns gleich zu tun.

Aus verschiedenen Gründen haben wir nur drei Strophen eingesungen. Bei Mendelssohn hat das Lied vier Strophen und im Originaltext von Hebel sind es derer sogar fünf. Hier einmal das ganze Gedicht:

Mit der Freude zieht der Schmerz
Traulich durch die Zeiten,
Schwere Stürme, milde Weste,
Bange Sorgen, frohe Feste
Wandeln sich zur Seiten.

Und wo manche Träne fällt,
Blüht auch manche Rose!
Schon gemischt, noch eh‘ wir’s bitten,
Ist für Throne und für Hütten
Schmerz und Lust im Lose.

War’s nicht so im alten Jahr?
Wird’s im neuen enden?
Sonnen wallen auf und nieder,
Wolken geh’n und kommen wieder,
Und kein Wunsch wird’s wenden.

Gebe denn, der über uns
Wägt mit rechter Wage,
Jedem Sinn für seine Freuden,
Jedem Mut für seine Leiden
In die neuen Tage,

Jedem auf des Lebens Pfad
Einen Freund zur Seite,
Ein zufriedenes Gemüte
Und zu stiller Herzensgüte
Hoffnung ins Geleite!

Die Idee, im Corona-Jahr einmal ein Video aufzunehmen war (wie so oft) schon länger vorhanden, ist jedoch über unsere möglich gewordene Arbeit in Präsenz im Sommer und Herbst dann doch wieder etwas zurückgedrängt worden. Nun ist durch einige Arbeit in den letzten Tagen doch noch etwas daraus geworden und wir sind überzeugt, dass es zum Jahreswechsel auch ganz wunderbar passt. Wir haben uns für die Aufnahme der Musik nicht getroffen und auch wenn das Ergebnis überraschend klangvoll ist, freuen wir uns doch umso mehr auf das wirkliche gemeinsame Singen in der Zukunft.

Nun wünschen wir unseren Familien, unseren Freunden und den Freunden unserer Musik ein gesegnetes Jahr 2021.

ac (12/20)