Abenteuer Nikolaikirche oder: Warum wir sonst lieber in Dorfkirchen singen

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Es war schon etwas Besonderes: Ein Ort mit besonderer Historie, eine schöne und große Kirche und einfach die Tatsache, wieder einmal als Ensemble mit einem Musizierpartner aufzutreten. Markus Kaufmann, seit Advent 2021 neuer Kantor an der Nikolaikirche Leipzig und für uns kein Unbekannter, lud uns in seine neue Wirkungsstätte ein, mit ihm und bei ihm Musik zu machen.

Dabei durften wir uns auf zwei sehr unterschiedlichen Wegen präsentieren: Einmal als Baritonchor in der wuchtigen und kräftigen Messe in fis-Moll op. 36 von Charles Marie Widor (1844-1937) im Zusammenspiel mit dem BachChor und Sr. Maria Wolfsberger an der größten Orgel Sachsens sowie mit drei ausgewählten a-cappella-Stücken. Der Widor verlangte uns v.a. ständige und höchste Aufmerksamkeit auf den 50 Meter entfernt agierenden Dirigenten ab. Dass diese Rolle in der Uraufführung von einem 200-köpfigen Prieserseminaristen-Chor übernommen wurde, schien kein Problem zu sein. Es ging auch zu fünft ganz wunderbar. A-cappella-Singen war in der Nikolaikirche auch wirklich schön. Wir rückten ewas näher an die Konzertgemeinde und musizierten Mendelssohns Periti autem, den wunderbar in diesen Raum passenden Preis der Liebe von Jürgen Golle sowie Rheinbergers Abendlied aus dem aktuellen Programm.

Eine das ganze Vorhaben etwas kribbelige Sache war, dass wir nicht in gewohnter Besetzung antreten konnten, da recht frühzeitig klar war, dass Tommy an dem Termin nicht würde teilnehmen können. Aber sind sehr froh, dass wir mit Bernhard Veit eins der Gründungsmitglieder von Ensemble Felix als Aushilfe gewinnen konnten, der diese Aufgabe wirklich hervorragend gemeistert hat.

Hier nun noch ein paar optische Eindrücke, welche von der gemeinsamen Probe bis zum Ausklang in einer gemütlichen Leipziger Lokalität reichen. Und warum singen wir sonst lieber in Dorfkirchen? Ganz einfach. Da ist die Parksituation wesentlich entspannter…

Auf gehts nach Leipzig!

 

Noten parat?

 

Zunächst: Probe allein.

 

 

Dann: Weiter in der Kirche und nah beieinander.

 

Und Schlussendlich: Mit ganz viel Platz zwischen den Chören…

 

 

Nach der Probe hieß es, erstmal Abschied nehmen.

 

Und dann: Wiederkommen.

 

Alles bereit?

 

Alles bereit.

 

Vielen Dank für die Einladung!

 

Ausklang.

ac (05/2022)